Historie

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Das Biegenviertel liegt am Fuß vor dem ins Lahntal vorspringenden Schlossberg, um den herum die Lahn ihren großen Bogen (den "Biegen") machen muss.
Unmittelbar an den Pilgrimstein angrenzend erstreckte sich ursprünglich bis zur Lahn ein oft überflutetes Schwemmland mit z.T. sumpfigen Wiesen, mit Erlen und Weidenbäumen an den Ufern der Lahnarme.
Erst vor 120 Jahren wurde dieser Bereich als großzügige Einheit städtebaulich erschlossen. Die Bebauung gruppiert sich im wesentlichen um zwei sich rechtwinklig kreuzende Straßen, die Biegenstraße und die Deutschhausstraße.
Vom einstigen Schwemmland sind nur einige, allerdings kostbare Reste geblieben: Im Westen der Alte Botanische Garten als zentraler Park mit Teich und altem Baumbestand, an der Nordseite das Mittelwasser und im Osten die Uferstraße mit der Lahnaue als grüne Umrandung des Biegenviertels.
Heute wohnen ca. 1050 Menschen im Biegenviertel. Die Bewohnerstruktur ist sehr gemischt. Trotz der starken Verkehrsbelastung ist das Wohnen im Viertel attraktiv geblieben. Das liegt an der zentralen Lage, der guten Anbindung und Versorgung, den nahen Grünbereichen und den großzügigen Wohnungen.
Etwa 90 gewerbliche Betriebe verschiedener Sparten (wobei die ärztlichen Praxen und die Gastronomie besonders stark vertreten sind) sowie ca. 25 soziale und karitative Einrichtungen haben ihren Platz im Viertel.
Hinzu kommen mehrere Kirchen mit Pfarr- und Gemeindehäusern, drei Kindergärten, ein Jugendhaus, Altenwohn- und Pflegeheime, die städtische Volkshochschule, vier private Bildungsstätten, zwei Schulen, verschiedene Uni-Gebäude, das Kreis-Job-Center und zwei private Tageskliniken.

Zur Historie des Biegenviertels haben unsere Vereinsmitglieder Hans Schauer, Burkhard Neuer und Hans-Jürgen Schäfer dankenswerter Weise umfangreiche Materialein zusammengetragen die unter Downloads zur Verfügung gestellt sind! 
 

06/2010, zum ansehen und/oder diskutieren:

Burkhard Neuer: In Kooperation mit Hans Schauer und Hans-Jürgen Schäfer habe ich Daten zur Geschichte unseres Biegen-Quartiers (eine Art Quartiers-Chronologie, primär aufgezeigt an der baulichen Entwicklung) zusammengestellt:

-Mehre Exel-Dateien, die die (m.E.) relevanten und interessanten Daten der Stadt- und Biegen-Geschichte umfassen und den gesellschaftlichen und städtebaulichen Kontext unserer Quartiers-Entwicklung skizzieren und verdeutlichen sollen. Sie sind aufgegliedert in 4 Zeitblätter: a) die Zeitspanne von 800 bis 1800, b) von 1800 bis 1900, c) von 1900 bis 1945, d) von 1945 bis 2010. Diese Blätter werden später ergänzt durch zeitspezifische Bau-/Stadtpläne, Grafiken (Stadtansichten) und Karten.

-Eine (schematische) Planskizze vom Biegenviertel mit den aktuellen öffentlich relevanten Bauten und Plätzen; in diese Skizze habe ich das Baualter ausgewählter Bauten eingetragen, farblich abgestuft nach 3 Altersklassen: bis 1890, zwischen 1890 und 1950, nach 1950, um so die spezifischen Entwicklungsphasen unseres Quartiers zu verdeutlichen.

Ein Beitrag um Interesse an unsere Quartiersgeschichte zu wecken, dann aber auch damit diese Daten/Chroniken ergänzt, korrigiert und hoffentlich auch diskutiert werden – ein Versuch, denn schließlich lässt sich an Hand der Daten unschwer belegen: Der BIEGEN ist 100! (Später kann auch noch die entsprechende Literatur-Liste nachgereicht werden.)

Kontakt zu Burkhard Neuer und Hans Schauer: